„Das wird für Aufmerksamkeit sorgen!“

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Ab Montag, dem 16. April wird in Potsdam eine riesige, gelbe Ente drei Wochen lang durch die Stadt touren. Unsere Redaktion sprach mit der Kampagnen-Initiatorin, Stephanie Pigorsch vom Stadtjugendring Potsdam e.V., die für die Kampagne verantwortlich ist über Mitbestimmung ab 16 und die Bürgerbefragung zum neuen Bad-Standort in Potsdam.

Ab Montag, dem 16. April wird in Potsdam eine riesige, gelbe Ente drei Wochen lang durch die Stadt touren. Unsere Redaktion sprach mit der Kampagnen-Initiatorin, Stephanie Pigorsch vom Stadtjugendring Potsdam e.V., die für die Kampagne verantwortlich ist über Mitbestimmung ab 16 und die Bürgerbefragung zum neuen Bad-Standort in Potsdam. 

 

 

Stephanie, wird Potsdam zu Entenhausen oder wie kommt es, dass ihr eine Ente für eure Kampagne ausgesucht habt?

In Potsdam wird gerade eine Bürgerbefragung zum neuen Schwimmbad-Standort durchgeführt. Wir haben nach einem sympathischen Hingucker gesucht, der mit dem Thema Schwimmbad gut zusammen passt und sind schließlich bei der Ente gelandet. Die Ente ist gut 4.50 hoch, sechs Meter breit und 6 Meter lang und wird mit Luft gefüllt. Also schon ein großes Ding. Das wird für Aufmerksamkeit sorgen.

 

Erzähle uns ein bisschen dazu, wie es zu der Kampagne kam…

In Potsdam wird erstmalig seit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre im Land Brandenburg eine Bürgerbefragung durchgeführt, an der auch 16- und 17-Jährige teilnehmen dürfen. Das ist eine tolle Sache und darauf haben wir lange hingearbeitet. Mit der Absenkung des Wahlalters ist es aber nicht getan. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Jugendlichen für das Thema zu sensibilisieren, sie darüber zu informieren, ihnen ihre Rechte zu vergegenwärtigen und Wege aufzuzeigen, nachhaltig an Politik und Gesellschaft mitzuwirken. In Potsdam können wir das nun wunderbar anhand einer realen Befragung machen – der Bürger/innen-Befragung zum neuen Bad-Standort. Wir wollen über das Thema Mitbestimmung ab 16 Jahren und über die Möglichkeiten der Teilhabe an der konkreten Bad-Frage informieren.
 

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Und wie kann man sich eure Kampagne real vorstellen?

Wir haben ein junges Kampagnen-Team, das seit Wochen die Kampagne vorbereitet und ab sofort mit der großen Ente im Gepäck durch die Stadt tourt. Wir haben ganz viele Schulen, die wir mit unserem Kampagnen-Team besuchen, wir machen Halt an vielen verschiedenen Jugendeinrichtungen und an öffentlichen Plätzen, die von Jugendlichen frequentiert werden. In den drei Wochen Kampagnenzeitraum haben wir mehrere Einsätze pro Tag. Das wird ein gewaltiger Kraftakt. Aber ich bin der Meinung, dass es eben nicht mit einem Flyer getan ist, wenn man nachhaltig für ein Thema interessieren möchte und für ein konkretes Anliegen, die Befragung zum Bad-Standort, mobilisieren möchte.  Mit im Gepäck haben wir natürlich auch Info-Flyer, es gibt eine schicke Internetseite, wir sind bei facebook zu finden und – weil ja nicht jeder so eine große Ente mit nach Hause nehmen kann – haben wir mehrere tausende Kampagnen-Quietsche-Enten, die wir mit unserer Webseiten-Adresse gebrandet haben und unter die Menge bringen.

Was wird auf eurer Webseite passieren?

Unter www.potsdam-geht-baden.de informieren wir neutral zu den beiden Bad-Varianten, erklären, was bei der Bürgerbefragung wichtig ist und lassen auch Meinungen von Politiker/innen und Bürgerinitiativen zu Wort kommen. So hat man die wichtigsten Infos jugendgerecht aufgemacht auf einer Webseite und muss sich nicht durch alle Parteiseiten klicken, um deren Meinung zum Bad-Neubau erfahren zu können. Das ist natürlich nicht so ganz einfach, weil der Stadtverordnetenbeschluss für die Bürgerbefragung und der Beginn der Befragung sehr nah beieinander liegen.
 

Was ist noch geplant?

Ergänzend zur Kampagne wird es eine Umfrage unter Jugendlichen zum Thema  Mitbestimmung ab 16 Jahren geben. Wir wollen ein Stimmungsbild einfangen, welche Themen den Jugendlichen besonders wichtig sind, was sie zum Thema Wahlrecht 16 denken und was sie sich von Politik und Verwaltung wünschen.

Darüber hinaus wird am 7. Mai zum Ende der Kampagne und auch zum Ende der Befragung eine Abschlussveranstaltung auf der Aktionsfläche auf dem Potsdamer Bassinplatz stattfinden (ab 14 Uhr). Was dort genau passieren wird, wird aber noch nicht verraten.